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Queen Mary 2: Kurzkreuzfahrt von Hamburg nach Southampton


Marc K. berichtet über seine erste Kreuzfahrt überhaupt und die Eindrücke seiner Schnupperfahrt im Oktober 2015 auf der Queen Mary 2.



QM2: Hamburg nach Southampton

 
Queen Mary 2 in Hamburg Ein erster Blick auf die Queen Mary 2 in Hamburg. Mein erster Gedanke: Atemberaubend!

Erste Impressionen in Hamburg

Die Nacht vor der Einschiffung war kurz. Zu groß war die Aufregung vor meiner ersten Kreuzfahrt (und dann noch auf der berühmten Queen Mary 2) gewesen und an Schlaf war kaum zu denken. So war die Zugfahrt nach Hamburg dann auch von Müdigkeit geprägt, die, umso näher ich Hamburg kam, immer mehr durch die Vorfreude abgelöst wurde. Zusammen mit meinem Kumpel, der mich auf der Reise begleitet hat, kamen wir dann hellwach in Hamburg an und machten uns sogleich auf den Weg zu den Bussen, die uns zur Queen Mary 2 bringen sollten. Keine 3 Minuten dauerte die Fahrt mit der S-Bahn, die uns zu ihnen brachte. Unser Gepäck wurde, noch bevor wir in den Bus einstiegen, von einem netten Mitarbeiter in Empfang genommen, wodurch wir uns darum nicht mehr zu kümmern brauchten. Die Fahrt zum Anlegeplatz zog sich zwar ziemlich in die Länge, dafür wurden wir aber mit einem wunderschönen Blick auf die Queen Mary 2 belohnt. Nachdem wir dann ausgestiegen waren, bekamen wir aus der Nähe einen noch beeindruckenderen Anblick. Einige Fotos später durchliefen wir dann den Check-In Prozess, der erstaunlicherweise sehr schnell und reibungslos von statten ging. An Bord angekommen machten wir uns dann gleich auf zu unserer Kabine. Das Personal war uns dabei sehr behilflich. Allgemein war das Personal zu jeder Zeit und in jeder Situation extrem freundlich und zuvorkommend. Im Aspekt ‚Service‘ verdient die Queen Mary 2 daher die Bestnote. Leichte Abstriche muss man aber bei den Kabinen machen. Diese sind zwar geräumig und modern ausgestattet, der Balkon jedoch wies (jedenfalls bei uns) bereits deutliche Gebrauchsspuren auf. Allerdings kommt das Schiff ja bald in die Werft und wird renoviert, daher sollten diese auf kommenden Reisen nicht mehr vorhanden sein. Nach dem Begrüßungssekt entschieden wir uns erstmal für eine kleine Erkundungstour über die Queen Mary 2. Die nächsten Stunden über wanderten wir über die verschiedenen Decks, ohne jedoch am Ende alles gesehen zu haben. Das Schiff ist riesig! Am Ende verweilten wir dann bei einem leckeren Cocktail an der Poolbar im Außenbereich. Die Preise für die Getränke muss ich hier noch einmal besonders hervorheben: Während ein super leckerer Cocktail mit einem Preis ab 6,50 Dollar sehr günstig zu bekommen war, kostete ein Bier mindestens 4 Dollar, was mir etwas überzogen vorkam. Besonders ins Geld gehen aber die 15% Trinkgeldpauschale, die zu jedem Getränk hinzugefügt werden (Auf der Rechnung kann man nochmal extra Trinkgeld geben). Aber nun gut. Nach gefühlten 20 Kilometern kam uns diese kleine Pause jedoch sehr entgegen. Die Ruhe wurde jedoch dann durch die standardmäßige Notfallübung unterbrochen, an der jeder Passagier teilnehmen muss. Wieder zurück in unserer Kabine bereiteten wir uns schließlich auf den Abend vor.
Balkonkabine BZ Queen Mary 2 Ein Ort zum Wohlfühlen: Unsere Balkonkabine BZ auf Deck 4. Wie man sieht, haben wir uns bereits eingelebt!

Ein feierlicher Abend

Nachdem wir uns für den Abend in Schale geschmissen hatten, trieb uns der Hunger zunächst ins Buffetrestaurant „Kings Court“. In verschiedene Bereiche aufgeteilt, war die Auswahl an leckerem Essen so groß, dass wir zunächst, ein wenig überwältigt, nicht wussten, wo wir uns niederlassen sollten. Als wir uns dann für einen Platz entschieden hatten, aßen wir uns durch die kulinarischen Leckerbissen. Mein Fazit vom Buffetrestaurant: Manche Restaurants von 5 Sterne Hotels können sich vom „Kings Court“ eine Scheibe abschneiden! Satt und zufrieden ging es nach dem Essen zum Irish Pub, wo wir bei einem Bier den Anfang vom Spiel Bayern – Arsenal sehen konnten. Mehr konnten wir von der ersten Halbzeit leider nicht sehen, da wir uns einen guten Platz für das Jubiläumsfeuerwerk und die Verabschiedung von hunderten an begeisterten Zuschauern sichern mussten. Mit Band, Getränken und leckeren Snacks gab es dann das spektakuläre Auslaufen zu bewundern. Unter fast hysterischem Fähnchenschwenken hieß es also „Auf Wiedersehen“ Hamburg und auf nach Southampton. Pünktlich zur zweiten Halbzeit waren wir wieder im Pub, mussten jedoch leider ein 0:2 (aus Bayernsicht) sehen. Den Abend ließen wir, nach einem Blick ins Theater, im Nightclub ausklingen. Erschöpft, aber glücklich fiel ich dann in das (sehr bequeme) Bett und schlief fast augenblicklich ein.
Heck Queen Mary 2 Seetag Selbst ein Seetag wird auf dem Schiff nicht langweilig. Es gibt immer was zu erkunden.

Auf See

Gut erholt ging es am nächsten Morgen zum Frühstück ins Britannia Restaurant. Hier machte ich eine weitere neue Erfahrung: Man saß nicht nur mit 6 weiteren, wildfremden Gästen an einem Tisch, sondern man sollte sich seinen Frühstücksteller individuell aus einer Karte aussuchen. Ich persönlich weiß zwar immer noch nicht was ich davon halten soll, aber lecker war es auf jeden Fall. Das Tagesprogramm bestand bei uns aus einem Planetariumsbesuch, Mittagessen, einer weiteren Erkundungstour sowie viel Erholung. Besonders war dabei wirklich die Planetariumsvorstellung, die ich nur wärmstens empfehlen kann. Es gab natürlich noch viele weitere Möglichkeiten, aber uns hatte es gereicht. Das Bett auf dem Zimmer war außerdem zu gemütlich J. Gegen Abend wagten wir uns dann wieder, mit Anzug, ins Britannia Restaurant. Trotz des formellen Kleidungsstils und des edlen Ambientes war die Stimmung im Restaurant angenehm freundlich und leger, sodass ich das hervorragende 3-Gänge Menü besonders gut genießen konnte. Zwischen den Gängen war außerdem immer ausreichend Zeit, um sich mit seinen Tischnachbarn zu unterhalten und bekannt zu machen. In Sachen Qualität und Ambiente setzt die Queen Mary 2 mit dem Britannia Restaurant für mich sicherlich einen Standard, den nur sehr wenige Schiffe überbieten können. Nach dem Abendessen verbrachten wir zum Schluss des zweiten Tages an Bord unsere Zeit im Atrium bei einem furiosen Piano-Konzert. Bevor es ans Schlafen ging mussten wir jedoch bereits jenen Abend unsere Koffer packen und vor unsere Kabinentür stellen, was bei uns ein wenig für Unmut sorgte.

Vom gemütlichen Schiff in den Reisestress

Der Morgen der Abreise begann wie der Morgen auf See – mit einem gemütlichen Frühstück und einer Tasse Kaffee. Gott sei Dank hatten wir auf Grund unseres niedrigen Decks eine sehr angenehme Auscheckzeit von 10 Uhr, daher konnten wir uns genügend Zeit lassen ohne hetzen zu müssen. Leider verzögerte sich die Ausschiffung um einige Zeit, da sich das Schiff bewegt hatte. Gleich nachdem wir die Queen Mary 2 verlassen hatten bekamen wir unser Gepäck und wurden in den Bus zum Heathrow Airport verfrachtet. Mit dem Flieger ging es dann wieder in die Heimat.

Das Fazit:

Die An- und Abreise war zwar ein wenig stressig, aber die Kurzkreuzfahrt hat sich definitiv gelohnt! Zum Kennenlernen des Schiffs ist die Zeit perfekt und macht Lust auf mehr. Service, Personal und Essen verdienen eine 1 mit Sternchen, Möglichkeiten zur Tages- und Abendgestaltung sind auf jeden Fall zu genüge da und sonst ist alles andere bis auf einzelne kleine Mengel auch sehr gut. Ich kann die 3 Tage nur jedem empfehlen.

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