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Reiseberichte

QM2: New York nach Hamburg


Queen Mary 2: Von New York nach Hamburg. Ein Reisebericht von Bruno M. (Hamburg)



Nach unserer ersten Kreuzfahrterfahrung mit AIDA dachten wir uns, es dieses Mal mit einem anderen Schiff zu versuchen. Als Hamburger sieht man ja hin und wieder das ein oder andere Kreuzfahrtschiff bei uns im Hafen, aber die QM2 hatte es uns da ganz besonders angetan. Nach Anfragen bei mehreren Kreuzfahrtbüros haben wir uns bei Queencruises von Anfang an am besten aufgehoben gefühlt und eine Transatlantikreise von New York nach Hamburg im Spätsommer gebucht. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an das kompetente Team von Queencruises für die tolle Beratung und Betreuung! Da wir bei der Gelegenheit noch ein paar Tage New York sehen wollten, kam es uns sehr entgegen, dass der Hinflug auch ohne Aufpreis ein paar Tage vorverlegt werden konnte. Da uns die angebotenen Hotels nicht sonderlich zusagten, haben wir dann ein Zimmer in einem kleinen Hotel am Broadway im Internet selbst gebucht.

Im 'Big Apple'

Kaum waren wir mit dem Flieger am JFK-Airport gelandet und hatten unser Gepäck in Empfang genommen, sind wir mit dem Taxi auf zum Hotel. Ohne jetzt groß auf die Aktivitäten während der drei Tage in New York einzugehen zu wollen, nur ein kurzes Feedback: Wir waren von New York eher enttäuscht. Viel Dreck, viel Lärm, viel Verkehr. Ein paar schöne Ecken hat die Megastadt zweifelsohne, aber ein Aufenthalt reicht. Andere Städte wie London, Dubai, Wien oder Barcelona bieten da ein ganz anderes Erlebnis und animieren eher zum Wiederkommen - aber das ist sicherlich Geschmackssache.

Skyline New YorkTschüss, New York

Vom Hotel aus haben wir uns, auf Anraten des Portiers, statt eines Taxis eine Mietlimousine für die Fahrt zum Kreuzfahrtterminal Brooklyn bestellt. Da auch noch eine andere Reisende aus Deutschland in unserem Hotel abgestiegen war, die ebenfalls die QM2 gebucht hatte, haben wir uns die Limo mit dieser Dame geteilt. Für umgerechnet 50 Euro mit Chauffeur und tiefschwarzem 'Lincoln Town Car' war die halbstündige Fahrt sogar preiswerter als das Taxi vom Airport zum Hotel - und deutlich komfortabler. Am Kreuzfahrt-Terminal angekommen, ging der Check-In aufs Schiff sehr zügig: Nach nicht einmal 30 Minuten hatten wir unsere Bordkarten und waren auf unserer Balkonkabine. Dort wurden wir gleich mit einer eisgekühlten Flasche Champagner begrüßt, mit der wir dann anschließend auf dem Balkon angestoßen haben! Kurz darauf kam auch unser Zimmerpage (der sogar unseren Namen wusste!) und hat sich vorgestellt. Der Empfang insgesamt gesehen war sehr positiv und nicht mit dem auf der AIDA im Jahr zuvor vergleichbar. Super Einstand! Die Kabine (Kategorie BC) war sehr sauber und hell, in gedeckten Tönen eingerichtet, an Bad und Balkon (mit Sonnenliegen und Tisch) war ebenfalls nichts auszusetzen. Zur Ausfahrt sind wir dann natürlich an Deck gegangen - vorbei an der Freiheitsstatue und unter der Brücke hindurch konnten wir nochmal die Skyline von New York betrachten. Einmalig! Das Abendessen im Britannia Restaurant haben wir dadurch verpasst, also ging es ins Büffet-Restaurant auf Deck 7 (was eigentlich immer geöffnet war). Im Anschluss haben wir dann noch einen ausgiebigen Erkundungsrundgang auf dem Schiff unternommen, ehe wir dann im Irish Pub der QM2 den ersten Abend an Bord mit ein paar Cocktails beendet haben.

Die Seetage

Wir waren vor der Reise etwas skeptisch, was drei Punkte betraf: Das erwartete Publikum, das Bordprogramm an den Seetagen und die Kleiderordnung. Entwarnung für das Programm fanden wir bereits am ersten Morgen vor: Das tägliche Journal über die Bordaktivitäten war umfangreich und wirklich vielseitig: Malkurs, Musical, Vorträge, Planetarium, Live-Musik, Karaoke und ne ganze Menge mehr - Langeweile schien also ausgeschlossen! Zum ersten Frühstück sind wir dann wieder in das Büffet-Restaurant 'King´s Court' gegangen, da uns das Essen dort am Abend zuvor ganz gut geschmeckt hatte. Auch das Frühstücksbüffet war dabei seeeeehr umfangreich und vielseitig. Kaffee, Tee und Softdrinks sind im Büffet übrigens kostenfrei! Sehr schön, das hatten wir nicht erwartet. Das Essen an Bord war generell sehr abwechslungsreich und lecker, weswegen - zumindest ich - sehr dankbar dafür war, dass das Fitness-Center der QM2 morgens früh immer recht leer war. In das Britannia-Restaurant sind wir erst am dritten Abend an Bord gegangen (Kleiderordnung beachten!) - was sich im Nachhinein als Fehler entpuppt hat: Wir hätten gleich am ersten Abend dorthin gehen sollen. Obwohl wir keine weiteren Wünsche bezüglich der Tischwahl o.ä. angegeben hatten waren wir sehr erfreut, dass die Reederei wohl bei der Sitzverteilung darauf achtet, an den 6er- und 8er-Tischen auf 'passende' Tischnachbarn wert zu legen. An unserem Tisch saßen außer uns noch eine Familie mit Kind aus Süddeutschland und ein Ehepaar aus Wien. Da die auch in etwa in unserem Alter waren (30-40), haben wir uns schnell angefreundet und fortan die ein oder andere Aktivität an Bord der QM2 gemeinsam wahrgenommen. Insbesondere der Service (fester Kellner und Sommelier) war sehr freundlich und bald hat man sich mit Vornamen angeredet. Das Essen selbst im Britannia ist super: Gehobene internationale Küche mit wechselnden 3-4 Gänge-Menüs, zeitweise auch mit musikalischer Begleitung durch ein Streicher-Quartett. Hier macht auch die Kleiderordnung Nachhinein Sinn (und sogar Spaß!) - das Ambiente passt einfach. Nach dem Abendessen ins Theater und dann im Anschluss in einer der Bars (unser Favorit war das Irish-Pub) den Abend ausklingen lassen. Toll! Glücklicherweise hatte uns unsere Betreuerin bei Queencruises gleich eine Kleiderempfehlung mitgegeben, denn mit nur einem Anzug oder Abendkleid im Gepäck kommt man nicht weit! Die Bars und Lounges auf der QM2 sind übrigens allesamt sehr geschmackvoll eingerichtet und richten sich von der Einrichtung und dem Unterhaltungsprogramm an unterschiedliche Altersgruppen. Im bereits erwähnten Irisch Pub hat beispielsweise fast jeden Abend eine Live-Band gespielt und verschiedene Pub-Spielchen, Karaoke und Dart haben zum mitmachen animiert. Im 'Chart-Room' geht es dagegen etwas konservativer zu, die Champagner-Bar ist etwas edler und im eindrucksvollen 'Queens Room' finden klassische Ballabende mit Tanz statt (war aber nicht unser Ding). Erstaunlich preiswert sind auch die Getränke an Bord. 6,50 Dollar für einen erstklassig gemixten Cocktail, 3,50 Dollar für alkoholfreie Cocktails oder ein Bier sind bei weitem nicht übertrieben und umgerechnet in Euro mehr als fair. Da kann sich AIDA mal ein Beispiel dran nehmen.

Britannia Restaurant der Queen Mary 2Die Highligths der QM2

Einige Dinge haben uns auf unserem Aufenthalt besonders gut gefallen: Da ist erstens der tolle Service durch das freundliche Personal der wirklich sehr zuvorkommend und dennoch unaufdringlich ist. Wer mit der Queen Mary 2 auf Kreuzfahrt geht, sollte UNBEDINGT das Planetarium an Bord besuchen. Das Programm dort ist technisch sehr eindrucksvoll und einmalig und wird auch in deutscher Sprache angeboten. Das Unterhaltungsprogramm ist Bombe! Jeden Abend eine andere, tolle Show im Theater, so professionell, dass manches Theater an Land neidisch werden würde. Wenn man an Bord irgendwo Musik hört ist es meist Live-Musik. Selbst in der Disco 'G32' spielte abends zeitweise eine Band moderne Musik. Echter Geheimtipp: Der 'molecular mixology' Cocktail-Workshop. Ebenfalls einmalig ist die Atmosphäre an Bord. Irgendwie schwer zu beschreiben, aber diese Mischung aus 'edel', 'modern' und 'traditionell', die auf dem ganzen Schiff anzutreffen ist, ist einfach genial. Eher unbewusst, aber dennoch sehr angenehm, nimmt man die Freiräume an Bord wahr: Obwohl man mit mehreren tausend anderen Gästen reist, hat man nie das Gefühl, das Gedränge an Bord herrscht. Ganz anders als bei AIDA.

Queen Elizabeth in SouthamptonZwischenstopp in Southampton

Nach rund einer Woche auf See stand dann der erste und einzige Landgang auf dem Programm: Southampton. Das ist ein kleines Hafenstädtchen (etwa vergleichbar mit Wilhelmshaven) rund 1,5 Stunden entfernt von London. Da uns die angebotenen Landausflüge (z.B. Schloss Windsor) nicht sonderlich zugesagt haben, sind wir auf eigene Faust losgezogen. Ein kostenfreier Shuttlebus stand am Hafen bereit, um uns in die 'Innenstadt' zu bringen. Von dort aus haben wir uns dann mit Navigations-App bewaffnet auf Erkundungstour begeben und sind dabei zufällig auch an der Zentrale der Cunard-Reederei gestoßen. Pflichtprogramm für uns: Einmal Fish&Chips in einem urigen Hafen-Pub, was nicht schwer war, da es davon gefühlt 1000 in der Stadt gibt. Kurz vor dem Auslaufen aus dem Hafen von Southampton kam dann noch das kleinere Schwesterschiff, die Queen Elizabeth, an uns vorbei. Glücklicherweise auf der Seite des Schiffes auf der wir auch unsere Kabine hatten. So konnten wir das Spektakel vom Balkon aus praktisch 'aus erster Reihe' genießen.

Einfahrt nach Hamburg

Als Hamburger kennt man natürlich die Queen Mary 2 und die Einfahrt über die Elbe in die Stadt ist ein richtiges Highlight! Dazu sind wir früh morgens aufgestanden und an Deck gegangen: An den vielen Schaulustigen entlang des Elbufers vorbeizufahren, die das Schiff winkend begrüßen, ist schon ein eindrucksvolles Erlebnis! Auch die vielen kleinen Boote die die Queen dabei begleitet haben sind ein schönes Schauspiel - und das morgens früh um halb 7! Nach dem Anlegen am Kai der Hafencity ging dann auch der Check-Out recht zügig. Schade nur, dass wir die Bordkarten wieder abgeben mussten (bei AIDA konnten wir die als Andenken behalten)... aber gut. Auch das Gepäck hatten wir recht zügig wieder zurück und unsere Bekannten, die uns abholen wollten, warteten auch schon. :-)

Mit der QM2 über den Atlantik: Wie war es nun?

Als Vergleich hatten wir bisher ja nur unsere Kreuzfahrt mit der AIDA. Wirklich zu vergleichen sind beide Schiffe aber nicht. Klarer Favorit von meiner Freundin und mir ist aber die Queen Mary 2. Insbesondere das wirklich erstklassige Unterhaltungsprogramm hat uns wirklich beeindruckt. Auch das internationale Publikum empfanden wir als angenehmer, als die Massen an deutschen Senioren auf der AIDA, die schon früh morgens die Klischees deutscher Urlauber erfüllten und ihre Sonnenliegen reservierten. Obwohl die Queen Mary komfortmäßig mindestens eine Klasse höher als die AIDA einzuordnen ist, hat es uns nach der Abrechnung etwas erstaunt, dass die Gesamtkosten (Kreuzfahrt + Ausgaben an Bord für Getränke, Trinkgeld etc.) in Summe pro Reisetag günstiger waren als bei unserem Urlaub mit der AIDAdiva. Von daher muss man ganz klar sagen, dass das Preis-/Leistungsverhältnis als 'gut' zu bezeichnen ist. Auch deshalb werden wir wiederkommen...

Ihre Reiseerlebnisse hier?

Haben Sie selber eine Reise auf einer der "Queens" unternommen und möchten, das wir Ihren persönlichen Reisebericht hier veröffentlichen? Dann schicken Sie uns einfach eine Mail mit Ihren Reiseerlebnissen (gerne auch mit Fotos) an reiseberichte@queencruises.com! Jeder veröffentlichte Bericht nimmt zudem an der Verlosung einer Schnupperkreuzfahrt auf der Queen Mary 2 teil!